| In Woronesch erlernt man Methoden zur nicht-formellen Bildung ohne rassistische Vorurteil |
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| Geschrieben von Alex Gorin | |
| Donnerstag, 1. September 2011 | |
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In Woronesch wurde das für den GUS- Raum erste Training "Nicht-Rassismus als
Prinzip der nicht formellen Bildung" auf Basis der Methodik des
deutschen Handbuches für die nicht-rassistische Bildung "Baustein"*
durchgeführt. Die Veranstaltung fand vom 13.-15. August statt und
wurde von der Youth Human Rights Movement und dem Haus der
Menschenrechte zusammen mit den deutschen Autorinnen des "Bausteins
zur nicht-rassistischen Bildungsarbeit" und mit Unterstützung
des pan-europäischen Netzwerkes „UNITED for Intercultural Action“
organisiert. Das Hauptziel des Trainings war es sich mit den Ansätzen der Autorinnen des "Bausteins" zu Rassismus und Diskriminierung vertraut zu machen, und außerdem das Erarbeiten von den von ihnen ausgearbeiteten Methodiken zum Widerstand gegen Rechts. An den vorgeschlagenen Themen zeigten Aktivist_innen verschiedener Organisationen unterschiedlichen Typus, Lehrer_innen und Wissenschaftler_innen aus zahlreichen Städten Russlands und auch aus Belarus und der Ukraine Interesse. Autorinnen des "Bausteins" verwenden in ihrer Arbeit einige Ansätze und Methodiken, die ziemlich innovativ für den russischsprachigen Raum sind. So denken sie, dass es in der Bildungsarbeit im Bereich Antirassismus und Antidiskriminierung effektiver ist Rassismus in dem Bildungssektor und bei Seminaren dann zu thematisieren wenn es eigentlich um andere Themen, wie z.B. Jugendarbeitslosigkeit, Gewerkschaften, Rechte von Studenten, Frauenrechten und so weiter geht, da so auch ein Gruppe von Leuten erreicht wird, die sich sonst möglicherweise explizit mit dem Thema Rassismus nicht auseinandersetzen würde. Abgesehen davon war für uns zusätzlich recht gewöhnlich die Untersuchung von Stereotypen und Vorurteilen. Die Trainerinnen und Autorinnen nutzen ebenfalls Methodiken wie die Entwicklung von Utopien und solche zur fiktiven Bildung von Verschwörungstheorien. So heißt es schon in der Einleitung des "Bausteins" heißt: " Man kann sich nicht nur eine andere Welt vorstellen, sondern diese auch schaffen". Die Frage geht genau darum, was für eine Welt wir für uns auswählen: eine mit einer weltweiten Verschwörungstheorie und der ewigen Suche nach einem Hauptschuldigen an unseren Problemen oder eine Welt in der jeder von uns in der Verantwortung steht. Lebhafte Diskussionen löste die Frage über die Möglichkeiten der Verwendbarkeit der Methoden des Bausteins für den post-sowjetischen Raum aus. Die Autorinnen des Handbuches verschweigen aber auch nicht, dass das von ihnen vorgestellte Konzept und die methodischen Materialien ausschließlich auf Basis der Erfahrungen in der deutschen Gesellschaft ausgearbeitet wurden. Eine Frage, die für die Teilnehmer_innen des Trainings daher offen blieb war, was davon wirklich anwendbar ist und was unter den Bedingungen unserer Lebenswirklichkeiten in unseren Ländern absolut nicht funktionieren kann. Dem Training stattete auch ein Vertreter des MANTRA Programms des Niederländischen Außenministeriums einen kurzen Besuch ab. In seinem Auftritt betonte der Berater der politischen Abteilung der niederländischen Botschaft, Arian Palm, die Wichtigkeit von Aufklärungs- und Bildungsarbeit im Widerstand gegen Rassismus und Xenophobie, insbesondere in Russland in denen sich diese Probleme und den letzten Monaten tendenziell verschärfen würden. Deshalb könnten Vertreter von europäischen Ländern, wie aus Deutschland und den Niederlanden, ihre Erfahrungen aus der Arbeit in ihren Regionen zwar weitergeben, aber zweifelsohne, wirklich mit diesen Problemen arbeiten und diese lösen könnten nur die Bürger_innen selbst, für die ja die Zukunft in ihren eigenen Ländern wichtig sei. Die Anwesenheit des Vertreters des MANTRA Programms ist daher bedingt gewesen, dass das aktuelle Training im Rahmen des Projekts " Zivilgesellschaftliche Organisationen im Dienst für die Gesellschaft: Jugendinitiativen gegen Rassismus, Nationalismus und Xenophobie - Für Menschenrechte und einen interkulturellen Dialog“ stattfand und daher durch dieses Programm unterstützt und gefördert wurde. * "Baustein" – ein einzigartiges Handbuch, das der nicht-formellen Bildung zu folgenden Themen gewidmet ist: heutiger, aktueller Rassismus, Migration in Europa, Nationalismus und Patriotismus, Genderfragen und so weiter. Es beinhaltet einführende und vertiefende Texte zu diesen Problemen, Übungen und andere Methodiken, Handouts, Empfehlungen zur Durchführung von Seminaren,.... Der "Baustein" wurde in erster Hinsicht zur Arbeit auf (deutschen) Gewerkschaftsseminaren entwickelt und veröffentlicht, fand aber in der Folge weite Verbreitung in Schulen, öffentlichen Organisationen, Bildungszentren usw. Die russische Version ist hier frei verfügbar : www.baustein.yhrm.org , die deutsche Originalversion hier http://www.baustein.dgb-bwt.de Für weitere Informationen: Irina Aksenova, Ljubov Sacharova,Anastasia Nikitina +7 473- 254-55-29 Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst www.yhrm.org www.ynri.yhrm.org
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| Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 1. September 2011 ) |
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