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Hilfe für ausländische Studierende – Korruption und Willkür in Russland bekämpfen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jakob Stürmann   
Sonntag, 30. November 2008

Die russische Polizei und die staatlichen Institutionen sind bestechlich und korrupt – diese Aussage ist immer wieder zu hören. Gerade unter ausländischen Studierenden führt dies oftmals zu einem vorsichtigen und eingeschränkten Leben. Eine Verbesserung dieser Situation ist das Ziel aller in Russland tätigen Menschenrechtsorganisationen; einige haben sich nun zusammengeschlossen, um den Studierenden aus dem Ausland durch juristische Hilfe die Möglichkeit zu geben sich gegen mögliche Willkür und Korruption zu wehren.

Auf der Homepage http://fs.hrworld.ru/ werden den ausländischen Studierenden auf russischer und englischer Sprache Kontaktmöglichkeiten angeboten; per Mail und Telefon kann juristische Hilfe erbeten werden. Die beteiligten Organisationen kommen aus verschiedenen russischen Städten, wie z.B. Voronezh, Moskau, Rostow am Don und Krasnodar.


Die am Projekt beteiligten Organisationen haben in Russland eine große Intoleranz gegenüber Fremden festgestellt. Hieraus folgte der Entschluss den Betroffenen kompetente Hilfe vor Ort anzubieten. In der Erklärung der Homepage – „Warum ist das Projekt wichtig“ – wird auf ironische Weise auf die verschiedenen Möglichkeiten der Betroffenen aufmerksam gemacht: 1. Die Situation akzeptieren und weiter mit ihr leben, 2. Abhauen und das Land verlassen oder 3. - „die wohl Schwierigste“ - sich wehren und für die eigenen Rechte einstehen.

Durch die Übersetzung der Homepage ins Englische erwarten die ProjektorganisatorInnen eine erhöhte Nachfrage und Nutzung des Angebots. Die Beratung per Mail oder Telefon kann ebenfalls auf Englisch oder Russisch erfolgen.

Auf der Seite ist aber nicht nur das Hilfsangebot für ausländische Studierende. Ebenfalls beinhaltet sie einen Aufruf sich der aktuellen Situation bewusst zu werden und sie zu verändern – dies ist an alle in Russland lebenden Menschen gerichtet. Denn die gesetzliche Grundlage, so der allgemeine Konsens, ist vorhanden. Nur die Ausführung der Gesetze funktioniert nicht.

Die Homepage erfüllt somit zwei Dinge: Die direkte und unkomplizierte Hilfe für geschädigte ausländische Studierende und den Aufruf an Alle die Situation in Russland gemeinsam zu verändern:

„...you have to change the city, in which you study and live at the moment, the county in which you just remain. You have to fight for your own rights, together with human rights organisations. The choice is still yours. And this choice – this possibility is not only a choice for foreign students, it is also a choice for any person who is living here in Russia.“

Quelle und nähere Informationen unter: http://fs.hrworld.ru/


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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 30. November 2008 )
 
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