Die Strassen, Haeuser und Mauern der zentralrussischen Stadt Voronezh sind mit sogenannten "Hasssymbolen" uebersaet - von Neonazis und faschistoiden Organisationen verbreitete Graffities sowie eingekratzte und mit Farbe angebrachte Sprueche und Zeichen, die der Verbreitung ihrer menschenverachtenden und intoleranten Ideen dienen und eine Atmosphaere der Angst und Unsicherheit besonders fuer Angehoerige ethnischer, religioeser und sozialer Minderheiten schaffen sollen. Zwar setzt der erst im Maerz dieses Jahres gewaehlte neue Buergermeister sein Versprechen, die Stadt in neuem Glanz erscheinen zu lassen, tatsaechlich um: besonders im Stadtzentrum wird im Moment viel gemalert. Die Zahl der "Hasssymbole" jedoch nimmt nicht ab - im Gegenteil. In einem "Schreiben an den Buergermeister" fordert eine Gruppe aus jungen Voronezhern und Aktivisten des Jugendnetzwerkes gegen Rassismus und Intoleranz deshalb nun die Stadtverwaltung auf, sich des Problems anzunehmen.
In Russland begehen Neonazis immer mehr rassistische Morde. Die Bevölkerung
wünscht sich, dass der Staat endlich handelt: Die Zuwanderung solle begrenzt
werden.
Inhaftierung ohne Aussicht auf Freiheit: Hungerstreiks aus Solidarität mit Vasilij Aleksanian
Geschrieben von ernestine wagner
Mittwoch, 6. Februar 2008
Der stellvertretende Generaldirektor der
Ölgesellschaft Yukos, Vasilij Aleksanian, wurde bereits 2006 -
drei Tage nach der Einnahme dieses Postens - unter Verdacht auf
Veruntreuung und Geldwäsche festgenommen und ist seitdem gegen das
Russische Recht ohne Verurteilung inhaftiert. Der Gesundheitszustand
des HIV-Infizierten ist kritisch, besonders seit er an Tuberkulose
erkrankt ist. Nun fordern russische Menschenrechtsaktivisten seine
Entlassung und treten in den Hungerstreik.
Nach dem Gerichtsentscheid der russischen Behörden vom
13. Juni 07 bezüglich der Schließung der NGO organisieren die Aktivisten von "Youth
Human Rights Movement "(YHRM) nun den Protest. Mit kleinen Erfolgen.
Anfang August 2007 erfuhren wir, dass das internationale Youth Human Rights Movement (YHRM) durch einen Gerichtsbeschluss in Nishnij Nowgorod, Russland, auf Forderung der Föderalen Registrierungsdienstes für „inaktiv“ erklärt und ihm sein Status’ einer juristischen Person aberkannt wurde.
Ein neues Opfer der russischen NGO-Gesetzgebung: Schließung von „Youth Human Rights Movement"
Pressemitteilung von YHRM
Am 13. Juni 2007 beschloss das Kreisgericht Sowjetskij Rayon der Stadt
Nishnij Nowgorod die Schließung der in Russland ansässigen,
international vernetzten Organisation „Youth Human Rights Movement“
(YHRM).